Sonnenuhren-Ausstellung Weiten
von Peter Gusmits
Die erste kurze Pause (ohne Jause) vor Tulln diente der Vermehrung der Einspurigen von 14 auf 16 und der Bildung von drei Gruppen; die Zweispurigen blieben bei einem Fahrzeug. Die im positivsten Sinn liebliche Landschaft mit ihren Hügeln, knallgelben Rapsfeldern, satt grünenden Äckern, blühenden Bäumen, darunter prächtige Magnolien, ab und zu unterbrochen durch gepflegte Ortschaften mit farbenfrohen Fassaden, beste Wetterbedingungen und natürlich die kurvige Straßen und Wege ließen die Herzen unter den Kombis hüpfen. Beobachtet von verspäteten Osterhasen-Helferhasen ging es nach Eggendorf am Wagram, Hippersdorf, Ruppersthal, Glaubendorf, Radlbrunn, Hohenwarth und Obernholz die wunderbaren Schlängelkurven nach Schönberg am Kamp und die Weinstraße zur Rast in Zöbing beim Heiligensteiner. Endlich, um zehn Uhr Kaffee, Torten und Gulasch für die Hungrigsten. Durch Neustift, Langenlois, Gneixendorf, Rehberg kamen wir bereits in den kitschig-schönen Teil der Strecke in der Wachau und nach Untermeisling und Reichau oberhalb von Weissenkirchen zu einem Blick auf die Donau, bei der ein Fototermin zum Muss wurde. Neusiedl, Mühldorf, der Jauerling, Loitzendorf, Kuffarn, Weitendorf und: wir waren bereits am Ziel, in Weiten im Gasthof Kremser zur Post, zum Mittagessen. Alle fuhren durch Au und Feld. Nur nicht Ewald. Der fuhr auch durch Mischwald. Alle kamen gleichzeitig ins Gasthaus. Nur nicht Elisabeth und Martin. Die waren früher drin. Alle aßen zuvor Bestelltes. Nur nicht Franz. Der wollte Gans. Alle aßen auf. Nur nicht Sepp. Der packt´ die Hälfte weg. Alle waren locker. Nur nicht Bernhard. Dem ward das G´nack hart. Alle patzten. Nur nicht Henriette. Sie verwendete Serviette. Die Seniorchefin der seit 151 Jahren bestehenden Schlosserei Jindra führt durch die Sonnenuhr-Ausstellung im Garten und die Ausstellungsräumen (www.sonnenuhren.com). Seit über 30 Jahren werden Sonnenuhren aus Stein, Holz, Glas, Nirosta, Messing mit Blattgold usw. erzeugt und bis Kapstadt in Süd- und Burkina Faso, Westafrika, geliefert. Von einfachen Modellen bis zu jenen, die die jährlichen 17 Minuten Zeitdifferenz, verursacht durch die elliptische Sonnenumrundung der Erde, durch Justieren eines Lichtpunktes ausgleichen oder einer Wasserstrahl-Sonnenuhr, deren Wasserstrahlschatten die Zeit angibt, reicht das kreative Spektrum. Die Schatten, auch ohne Uhren, waren länger geworden, der Heimweg über Fahnsdorf, Melk, Schollach, Mank Richtung Kirchberg/Pielach begann. Einladende Kurven zwischen vertrauten Teilen der Voralpen führten uns weiter nach Hohenberg, Hofamt zur Kalten Kuchl und über Hainfeld, Klamm, Klausenleopoldsdorf, Gruberau, Wolfsgraben/Breitenfurt und Purkersdorf nach Wien. Es war spät geworden. Diverse private Verpflichtungen hatten die meisten bereits heim gerufen und ließen nur Gabi, Helmut, der die Tour gewohnt professionell geplant hatte, und den Chronisten die wunderbare Streckenführung in allen Details bis zum Schluss genießen. Vielen war manches neu. Nur nicht Helmut. Der kannt´ die Tour gut. Peter Gusmits
voriges Bild
|
nächstes Bild
Medieninhaber:
BMW Club Wien |
Bankverbindung:
Bank Austria Creditanstalt / BLZ: 12000 / Kto.Nr.: 51506033584 |
Gestaltung:
future
design