Intern. BMW Urlaubswoche (8 Tage)
von Martina Piessnegger
Die BMW Urlaubswoche in Obervellach 2006 Ein Bericht von Martina Piessnegger Es gibt Dinge im Leben, die gibt es lange Zeit und dann kommt einmal die Zeit, wo es Veränderungen geben muss. Für die Urlaubswoche heißt dies – das 22. Mal war auch das letzte Mal unter der bewährten Organisation der Familie Ochsenbauer. Auch wenn jetzt ein bisschen Wehmut mitschwingt, so war die Woche doch wieder ein Erlebnis für alle jene, die daran teilgenommen haben (insgesamt 30). Wir konnten auch dieses Jahr viele Motorradfahrer aus den Niederlanden, Belgien, Deutschland und selbstverständlich auch aus Österreich begrüßen. Der Schwerpunkt in diesem Jahr wurde auf das Motorradfahren gelegt und wir sind einige schöne Touren gefahren. Die erste Ausfahrt am Sonntag führte uns auf die Villacher Alpenstraße. Durch die neue Asphaltierung ist die kurvenreiche Straße einfach herrlich zu befahren. Manche Teilnehmer haben dies gleich mehrmals getan, um das Erlebnis gleich mehrmals auszukosten – auch wenn einmal ein Motorrad fahrender Gegenverkehr bei einem Überholmanöver etwas zu knapp daherkommt. Die zweite Ausfahrt am Montag führte nach Südtirol. Die Strecke führte von Obervellach über Lienz – Sillian – Furkelpass – Würzjoch – Lüssen – Brixen – Pustertaler Höhenstraße – Sillian – Lienz wieder zurück nach Obervellach. Die Tour war so gewählt, dass alle Fahrer auf ihre Kosten kamen. Jene, die viele Kilometer fahren wollten, wählten die Tour über das Lesachtal nach Sillian, die anderen fuhren die direkte Strecke (so wie Thomas und ich). Thomas fuhr nach fast zwei Jahren wieder einmal Motorrad und so als ob er diese Pause nie gehabt hätte. Die Auswirkung für mich war, dass ich mit meiner F650 sehr am Gas bleiben musste, um ihm nachzukommen. Der Vorteil dieser Fahrweise war, dass ich gelernt habe, dass in meiner alten Lady doch einiges mehr steckt als vermutet. Die Südtirol-Ausfahrt war auch für unsere Schriftführerin Hermine Maringer eine Herausforderung, die sie bravourös gemeistert hat. Die Kurven auf den Furkelpass sowie auf das Würzjoch hatten es in sich – viele wunderschöne Kehren. Die dritte Ausfahrt am Dienstag führte uns auch diesmal nach Italien. Die Strecke führte von Obervellach über das Nassfeld nach Tolmezzo und dann über den Plöckenpass (super schöne Kurven und Kehren). Es war etwas schade, dass die Straße auf das Nassfeld in so einem schlechten Zustand war. Bevor wir auf den Plöckenpass fahren konnten, standen wir auf einmal vor einer Baustelle mit einem Fahrverbot und keiner Möglichkeit zur Überquerung des Tales. Unsere niederländischen Teilnehmer fanden eine sehr nette Ausweichstrecke, die anderen fuhren die offizielle Umleitung. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Sportes und des Ausruhens. Das machte auch das Wetter so und es regnete fast den ganzen Tag. Zwei nette Ausnahmen gab es: die Nordic Walker (Wim und ich) sowie diejenigen, die ihren Ausflug zum Jungfernsprung machten – wir alle blieben für die Zeit unserer Aktivität trocken. Am Abend gab es den schon traditionellen Bürgermeisterempfang und das Eisbuffet (echt lecker). Die vierte Ausfahrt am Donnerstag – nach einem Tag Ausruhen – war die „3-Bundesländer-Ausfahrt“ durch Kärnten, Salzburg und Steiermark. Auch diesmal war das Wetter mehr oder weniger gnädig mit uns. Es gab nur einmal einen kurzen Regenguss. Am Freitag wurde der Wandertag diesmal mit einer Ausfahrt nach Heiligenblut kombiniert. Die Ausfahrt führte über die Apriacher Höhenstraße, wo auch die Gelegenheit bestand die berühmten Stockmühlen zu besichtigen. Heiligenblut hat uns sehr nett empfangen – die Motorräder durften am Dorfplatz abgestellt werden. Das Schareck wurde dann mittels Gondelbahn gestürmt. Am letzten Abend kamen auch wieder die Wehmut und die endgültige Gewissheit, dass diese Urlaubswoche die letzte war. Viele der Teilnehmer hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder eine Woche geben wird. Ich sage nur: wer weiß, was das Leben noch so bringt. Bevor ich zum Schluss komme, noch eine wichtige Information: Die Urlaubswoche wurde auch diesmal von Gerhard in bewährter Form gefilmt und alle können schon auf den Film gespannt sein. Wir hatten diesmal auch einen weiteren Filmer – Reinhard. Seine Eindrücke werden sicherlich in unserem Jahresrückblick Einzug finden. Weiters möchte ich noch informieren, dass dieser Bericht diesmal auch in den Niederlanden veröffentlicht wird (ja, ich werde glatt noch europaweit für meine Berichte bekannt). Aus meiner Sicht war die Woche sehr schön – auch wenn es für mich das erste und auch das einzige Mal war. Ich hatte sehr viel Freude daran, dass ich viel Motorradfahren konnte und somit auch wieder meine Kenntnisse (diesmal im zügigeren Fahren von Kurven und Kehren) vertiefen konnte.
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